ENERGIEDESIGN
Think global – act local, Buckminster Fullers Appell an die persönliche Verantwortung führt direkt zu der Frage, wie denn das Handeln aussehen könnte. Schnell wird deutlich, dass
der Architekt mit seinem Einfluss auf die gebaute Umwelt eine entscheidende Schaltstelle besetzt:
Verdichtete Lebensräume mit kurzen Wegen und geringer Energieverlustfläche, die Wahl
der Konstruktion und der Baustoffe nach der Maxime reduce-reuse-recycle, die Optimierung des Wärmedämmstandards und der Art der Lüftung, die Entscheidung über eine Wärmeversorgung mit günstiger Primärenergiebilanz oder der Einsatz regenerativer
Energien sind nur einige mögliche Ansätze.
Es ist keine rein technische Frage; es ist ebenso eine Frage der Haltung - und damit des Entwerfens. Es gibt keine Neutralität, mit jedem Entwurf wird Stellung bezogen: Baue ich
in der Stadt oder auf der grünen Wiese? Ist die Form kompakt oder zergliedert? Orientiere ich mich nach der Sonne? Nehme ich Wärmebrücken in Kauf? Kann mein Entwurf einen Sonnenschutz vertragen? Ist der Grundriss flexibel? Ist das Gebäude leicht oder schwer?
Dem verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Energie und Ressourcen wird im 21. Jahrhundert eine Schlüsselrolle hinsichtlich der Bewahrung einer lebenswerten und friedlichen Umwelt zukommen. Die für den Beruf des Architekten erforderlichen Grundlagen sollen in der Lehre vermittelt und in der Forschung zu nutzbaren Beiträgen weiterentwickelt werden.
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zuletzt aktualisiert am 26.03.2012E-Mail an den Autor senden



