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Jubiläum "50 Jahre Bauhochschulen in Leipzig" [2004]

1954 bis 2004 - fünfzig Jahre Hochschulausbildung im Bauwesen in Leipzig. Davon 36 Jahre DDR und 14 Jahre Bundesrepublik - in erster Linie aber Bauingenieurausbildung in Leipzig.
Eine Bauingenieurausbildung, die ihren guten Ruf hat in Deutschland - nicht erst seit 14, sondern seit 50 Jahren. Der wissenschaftliche Ruf der "Hochschule für Bauwesen Leipzig", der "Technischen Hochschule Leipzig" und der "Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig" erstreckt sich auf alle Hochschullehrer, wissenschaftliche und technische Mitarbeiter und Studenten, die in den 50 Jahren hier Ihre berufliche und wissenschaftliche Heimat und Lehrstätte gefunden haben.
Grundlage für eine Chronik ist immer ein Erinnern an die Vergangenheit. Erinnern heißt aber auch, immer ehrlich mit seiner Geschichte umzugehen, nichts wegzulassen aber auch keine Glorifizierung hinzuzufügen. Wir sind verantwortlich dafür, was aus unserer Geschichte wird. 36 Jahre Hochschule in der DDR waren eben nicht nur Wissenschaft, sondern auch der Versuch der ideologischen Vergewaltigung einer ganzen Generation - auch an unserer Hochschule. Wir wollen dabei aber nicht vergessen, dass sich viele Hochschullehrer und Mitarbeiter dem auf sie ausgeübten politischen Druck nicht gewachsen sahen und sich oftmals in einer inneren Konfliktsituation befunden haben.
In der paralell zu den Feierlichkeiten veröffentlichten Chronik wurde der gelungene Versuch unternommen, die Entwicklung unserer Fakultät Bauwesen nicht nur zu dokumentieren sondern auch durch Beiträge, die das Leben an der Hochschule schrieb, zu illustrieren. Obwohl die Ausbildung in Bauwesen und Architektur in Leipzig auf eine lange Tradition zurückblicken kann, ist die Hochschulausbildung mit 50 Jahren noch relativ jung. Einige ehemalige Studenten der ersten Matrikel waren bis vor kurzem oder sind heute noch Professoren im aktiven Hochschuldienst. Viele Absolventen sind heute in Führungspositionen der Bauwirtschaft. Die Verbundenheit unserer Absolventen mit ihrer Hochschule drückt sich nicht zuletzt in den Anfragen zur Besichtigung der Labore und Hörsäle bei Matrikeltreffen aus. Wir wollen diese Verbundenheit weiter unterstützen, ja sehen eine existentielle Notwendigkeit des Dialogs zwischen Hochschule und ehemaligen Absolventen. Die Halbwertszeit des Wissens wird immer kürzer und die Hochschule ist sich der Verantwortung auch für die Weiterbildung im Rahmen des lebenslangen Lernens bewusst.

Letzte Änderung: 20.6.2017
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